Girls' Day 2008 bei Ce-Des
Am 24.04.08 besuchten ca. 30 Mädchen von drei Duisburger Gymnasien im Rahmen des achten Mädchen-Zukunfttages (Girl’s Day) die Räumlichkeiten von Ce-Des und dem Institut für Energie und Umwelttechnik. Ziel dieser Veranstaltung war es, den Mädchen einen Einblick in Berufe zu geben, die bisher noch überwiegend von Männern ausgeführt werden. Im Werkstattbereich des Ce-Des Technikums konnten die Mädchen zunächst ihre Fähigkeiten beim Arbeiten an einer Drehbank beweisen. Unter fachkundiger Anleitung wurden zunächst die Funktionen und typischen Einsatzbereiche einer solchen Maschine erklärt und anschließend konnten die Teilnehmerinnen selbst ein Werkstück bearbeiten.
Die nächste Aufgabe bestand darin, einem vorbereitetem Schraubenmännchen einen zweiten Arm anzuschweißen. Ausgestattet mit ordnungsgemäßer Schutzausrüstung konnten die Mädchen die Funktionsweise eines Schweißgerätes erproben und anschließen ihre selbst gefertigten Werke sogar mit nach Hause nehmen. “War viel einfacher, als ich erwartet habe”, kommentiert Marie-Claire Küppers vom Franz-Haniel-Gymnasium ihren ersten Schweißversuch.
Alles in allem stellte die Veranstaltung einen vollen Erfolg dar. Den Mädchen konnte ein positiver Einblick in die Welt der Handwerks und Ingenieurberufe gegeben und praktische Erfahrungen vermittelt werden. Katharina Greßnich, ebenfalls vom Franz-Haniel-Gymnasium machte der Tag großen Spaß. “Ich habe mich für dieses Institut gemeldet, weil es sich spannend anhörte und ich mich auch für Naturwissenschaften interessiere”, erzählt sie. Ob es dann auch beruflich in diese Richtung geht, weiß sie noch nicht. “Aber dieser Tag hilft auf jeden Fall zu erkunden, ob es mir überhaupt liegt.”
Bericht in der NRZ/WAZ vom 24.04.08
Schülerinnen des Franz-Haniel-Gymnasiums erforschten im Institut für Energie- und Umwelttechnik die Arbeitswelt
Ursprünglich war der Girls’ Day der Tag, an dem Mädchen ihre Mütter und Väter zu ihren Arbeitsstellen begleiten und ihnen über die Schulter gucken. Das hat sich gründlich gewandelt. Mittlerweile bieten allein in Duisburg über 30 Unternehmen und Institute rund 500 Mädchen aller Schultypen, vorwiegend ab Klasse 9, die Möglichkeit, an diesem Tag Berufe kennenzulernen. Zehn Mädchen vom Franz-Haniel-Gymnasium nutzten gestern im Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA) in Rheinhausen die Chance. “Wir finden es wichtig, dass die Mädchen praktischen Zugang bekommen”, erläutert Geschäftsführer Jochen Schiemann. Das kommt bei den Schülerinnen gut an. “War viel einfacher, als ich erwartet habe”, kommentiert Marie-Claire Küppers ihren ersten Schweißversuch. Aufgabe war, natürlich in voller Schutzkleidung, einem vorbereiteten Schraubenmännchen, den zweiten Arm anzuschweißen. Auch Katharina Greßnich macht der Tag Spaß. “Ich habe mich für dieses Institut gemeldet, weil es sich spannend anhörte und ich mich auch für Naturwissenschaften interessiere”, erzählt sie. Ob es dann auch beruflich in diese Richtung geht, weiß sie noch nicht. “Aber dieser Tag hilft auf jeden Fall zu erkunden, ob es mir überhaupt liegt.” Fest steht für Kamile Kösteci jedenfalls, dass Schweißen nicht zu ihrem beruflichen Lebensinhalt wird. Aber als Versuch findet sie das ebenso interessant wie Drehen, wo sich die Mädchen auch geschickt anstellen.
Weiter geht es zu den Bereichen Brennstoffzellen, Müll- und Abfallbeseitigung von Computern und anderen elektrischen Geräten. Offiziell heißt sie Zerlegewerkstatt von Massengütern. Da werden Computer fachgerecht und nach Plan ausgeweidet. An der nächsten Station probieren die Mädchen, wie und was eine Thermokamera so alles kann und wundern sich über ihre “außerirdischen” grünen Flecken im Gesicht – da ist es kälter. Bauingenieure brauchen sie, Energieberater, aber z.B. auch der Zoo, um zu prüfen, ob ein Nashorn Nachwuchs erwartet. Janine Bayer findet es schön, dass sie neben der Theorie auch Praxis proben kann. Das war der Grund für Lehrerin Sandra Soschniok, bei diesem Angebot zuzugreifen. Bei Station Nummer drei in der chemischen Analytik konnten die Mädchen über einen Versuch testen, ob der Stoff Kobalt enthält.
“Wir möchten alles zeigen, was es hier an Berufen gibt. Egal, ob Ausbildungsberufe wie Chemielaboranten oder Mechatroniker oder Berufe, die ein Studium erfordern”, so der Geschäftsführer, der selbst Ingenieur ist.
